Kultur und Geschichte in Audnedal

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sveindal museum-2012-nettSveindal museum
Das Sveindal Museum besteht aus einem Wohnhaus aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts sowie einer
sogenannten „årestove" aus dem 17. Jahrhundert. Die „årestove" war früher ein Raum oder Haus, das in
der Mitte eine offene Feuerstelle hatte.

Das Wohnhaus wurde im Blockbau errichtet nach der sogenannten
Mandalischen Stubenform (mandalske stueform).
Das Inventar und die Ausstattung sind typisch für ein Haus aus dem Jahre 1900. Das Wirtschaftsgebäude ist
auch sehr interessant. Es hat einen speziellen und seltenen Baustil mit sogenannten „sleppverksvegger" –
Wänden mit horizontal platzierten Holzplanken, die zwischen den Wandpfeilern angebracht sind.

Das alte Posthaus
Das alte Posthaus (Det gamle posthuset) in Konsmo ist einen Besuch Wert. In der Zeit von 1839-1877 war
dies Polizeihof und Posthaus, wo der Meisterdieb Ole Høiland eine Zeit lang unter Arrest stand. Das Gefängnis
in der 3. Etage ist erhalten geblieben und sehr sehenswert. Ole Høiland ist bekannt dafür, elfmal aus Gefängnisse
ausgebrochen zu sein und dafür, dass er 64.000 Reichstaler von der Norwegischen Bank gestohlen hat.
Im alten Posthaus können Sie Inventar mit Rosenmalerei aus den 1880er Jahren betrachten. Direkt daneben
befindet sich die Gerichtsstube.
Im alten Posthaus finden Sie auch das Barnevandrersenter (Kinderwanderer-Center). Im Center erfahren Sie
alles über die Kinderwanderer aus Agder. Außerdem sind Requisiten des Films "Yohan - barnevandrer" ausgestellt.
Sie lernen etwas über das Perlenfischen im Audna-Fluss, treffen auf Wölfe und Bären und bekommen
dazu Dokumentarfilme über die Kinderwanderer zu sehen.

Kinderwandererpfad in Konsmo (Barnevandringsstien)
In der Zeit von 1830 – 1910 zogen Kinder vom Inneren Agder in die reichen Dörfer von Aust-Agder, um zu
hüten und andere Arbeiten über das Sommerhalbjahr auszuführen.
Mehrere der Kinderwandererpfade sind sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite von Konsmo markiert.
Nehmen Sie sich eine Tour vor und lassen Sie sich überraschen von den teilweise sehr anstrengenden Routen,
die Kinder damals gehen mussten. Der Pfad erinnert an traurige Geschichten von Trennungen und Verlusten
und ist doch Teil unserer näheren Geschichte. Weitere Informationen über Pfade, Karten, Etappen usw. finden
Sie unter www.barnevandring.no

Konsmo Kirche
Die Konsmo Kirche ist eine Kreuzkirche, die 1802 im Blockbau errichtet wurde. Der hohe Grabstein am Eingang
zum Friedhof wurde als Denkmal an den „Eidsvollmann" (Mitbegründer des Norwegischen Grundgesetzes
1814) Omund Bjørnsen Birkeland errichtet.

Grindheim Kirche
Die Grindheim Kirche von 1783 ist eine Attraktion. Die Kreuzkirche wurde im Blockbau errichtet und zeigt
wunderschöne Rosenmalereien von Tor Asbjørnsen. Als Grundmotiv dienten die bekannten Arkantusranken,
die viel in der Volkskunst wie Rosenmalerei und Holzschnitzkunst verwendet wurden.

Burganlage „Bjorå" in Åbestad.
In der Umgebung von Skofteland gibt es einen markierten Pfad zu einer von Vest-Agders schönsten und meist
bewahrten einfachen Burganlage (bygdeborg) "Bjorå". Diese stammt aus der Zeit der Völkerwanderung, d.h.
zwischen 200 und 600 n. Chr. Es steht eine Informationstafel an der Straße zwischen Åbestad und Skofteland.

Ytre Ågedal
In Ytre Ågedal wurden eine Menge Prachtfunde aus der Zeit der Völkerwanderung gemacht. Die Funde waren
so reich, dass der Hof als ein Machtzentrum um 400-500 n. Chr. gelten kann. Bedeutende Grabfunde aus der
neueren Eisenzeit zeigen auch, dass Ågedal ein wichtiger Ort in der Wikingerzeit war. Später im Mittelalter
war der Hof ein weltliches Zentrum für „Akradal tinghå" oder „skipreide" (Gebiet mit der Verantwortung ein
Kriegsschiff auszurüsten). Heute sind 16 bewahrte Grabhügel in Ågedal bekannt, obwohl die Ortsnamen auf
noch mehr hindeuten.

Øvre Flottorp Molybdän-Grube
Während des Ersten Weltkrieges arbeiteten über 150 Männer im Bergwerk von Øvre Flottorp. Noch heute
stehen Betonwände einiger Gebäude in dem Gebiet. Mehrere Tunnel und Stein-Kippvorrichtungen geben
einen guten Einblick auf die Jagd nach Molybdän (Metall). Es führt ein markierter Pfad (1,3 km) dorthin.
Weitere Informationen finden Sie unter: www.flottorpgruve.no